17 Januar, 2026 17:10

Die Escalade

Escalade © Switzerland Tourism

Impressionen von der Fête de l`Escalade, Genève.

Die Escalade

Wann

13 Dezember, 2025    
Ganztägig

Wo

Genf
Genfer Altstadt, Genf

Veranstaltungstyp

Vom 12. bis 14. Dezember 2025 wird in der malerischen Altstadt Genfs ein ganz besonderes Ereignis gefeiert: Die Escalade. Mit Heldenmut verteidigten die Genfer in der Nacht vom 11. zum 12. Dezember 1602 ihre Stadt, als savoyische Soldaten versuchten, über die Stadtmauern zu steigen und Genf zu erobern. Etwa 200 bis 300 Mann hatten bereits die Mauer mit Leitern überwunden, als Alarm geschlagen wurde. In den folgenden Straßenkämpfen gelang es dem Soldaten Isaac Mercier, das Fallgatter des Stadttors Porte Neuve herunter zu lassen (die savoyardischen Soldaten sollten eigentlich das Stadttor für die restlichen Truppen öffnen). Dies führte zum Scheitern des Handstreichs. Noch vor Sonnenuntergang zogen sich die Savoyarden zurück. Die Niederlage war das endgültige Aus der savoyardischen Großmacht.

Escaöade © Switzerland Tourism
Impressionen von der Fête de l`Escalade, Genève.

Seither feiern die Genfer an drei Tagen im Dezember mit prächtigen Umzügen und Darbietungen diesen Sieg. In mittelalterlichen Kostümen ziehen sie zu Fuß und hoch zu Ross durch die Altstadt. Kinder tragen stolz ihre Fackeln zum Klang der Trommeln zum Platz vor der Kathedale St. Pierre, und die ganze Stadt stimmt hier am riesigen Freudenfeuer im Chor die alten Lieder an. Das ganze Wochenende über werden zudem kleine Suppentöpfe aus Schokolade genascht.

Diese erinnern an die Geschichte der Madame Royaume. Die Genferin Catherine Royaume soll über die Stadtmauer einen vollen Suppentopf über Soldaten aus Savoyen geschüttet und damit einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung der Stadt geleistet haben.

Escaöade © Switzerland Tourism
Impressionen von der Fête de l`Escalade, Genève.

Bei den besten Schokoladenherstellern der Stadt findet man den berühmten Suppentopf (französisch: marmite) aus Schokolade in unterschiedlichen Größen, und wenn man diese nicht selbst aufnascht, hat man ein weiteres einzigartiges Weihnachtsgeschenk gefunden.